Zypern

Musik von FRAMETRAXX

Der Jahreswechsel 2014/15 wurde auf Zypern gefeiert. Fern von Kälte, Eis und Schnee -

bei 16° Außentemperatur um Mitternacht am Strand von Limassol.

 

Begonnen hatte diese Reise am Mittag des 2. Weihnachtsfeiertages mit dem Flug von Frankfurt nach Larnaca. Dort wurde der Mietwagen abgeholt und los ging es zuerst mit der Gewöhnung an den Linksverkehr. Da das Autobahnnetz auf Zypern sehr gut ausgebaut ist war dies jedoch relativ problemlos.

 

Am nächsten Tag wurde Limassol erkundet. Die Metropole an der Südküste Zyperns bietet neben dem quirligen Stadtleben und einem schönen gepflegten Strand auch sehr viele historische Bauwerke und Museen. So war die Stadt im Mittelalter ein wichtiger Hafen der Kreuzfahrer auf dem Weg nach Jerusalem und die dortige Burg diente z. B. Richard Löwenherz eine zeitlang als Hauptquartier. Wunderschön auch die Altstadt von Limassol mit ihren kleinen Gassen und den kleinen Geschäften und Restaurants.

 

Da wir mit den Kreuzfahrern begonnen hatten, folgten wir deren Spuren auch am nächsten Tag und besuchten die Burg in Kolossi - eine ebenfalls sehr beeindruckende mittelalterliche Festung westlich von Limassol. Nach einem kurzen Abstecher in ein Weinmuseum ging es weiter nach Kourion. Um ca. 1500 v. Chr. entstand dort ein blühendes mykenisches Stadtkönigreich welchses später unter griechische und danach römische Herrschaft geriet. Auf dem großen Ausgrabungsareal finden sich daher aus verschiedenen Epochen Ruinen, herrliche Mosaike und ein grandioses restauriertes Amphitheater. Beendet wurde die Exkursion dieses Tages noch mit einem Besuch des Apollo-Hylates-Tempel in Kourion. Der lokale Stadtgott Hylates wurde später mit Apollo gleichgesetzt und fand in dieser großen Tempelanlage über mehrere Jahrhunderte Verehrung.

 

Tag vier Begann mit einem Besuch im Zoo von Limassol, der sich in nicht weit von unserem Hotel im Anschluß an den Stadtpark befand. Den Nachmittag besuchten wir Amathus. Um 1000 v. Chr. war hier eines der wichtigsten Stadtkönigreiche des alten Zyperns und nach der klassischen Sage brachte Theseus Araidne nach der Befreiung von Minotaurus hierher. Beeindruckend ist dass man hier zwischen den Ruinen auf über 3000 Jahre alten Straßen spazieren kann. Der ideale Ort, sich mit ein wenig Phantasie in die damalige Zeit zurückzuversetzen! Oberhalb der Stadt befinden sich die Ruinen einer Akropolis und einer Aphrodite Tempelanlage mit der Rekonstruktion einer Opferschale mit ca. 7 Metern Durchmesser!

 

Den fünften Tag ging es ins Innere der Insel. Nach einem Abstecher zu den Wasserfällen von Kalidonia weiter hoch ins Troodos Gebirge. Angekommen im Troodos Nationalpark machte uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Dichter Nebel und eisiger Wind ließen uns den geplanten Aufenthalt dort verkürzen. Nach einer Viertelstunde Fahrt kamen wir auch aus den Nebelfeldern heraus, die Sonne zeigte sich wieder so daß es ein schöner Nachmittag wurde und es ging weiter nach Omodos - ein klassischen zypriotisches Weindorf in den Bergen.

 

An Sylvester besuchten wir den Strand der Aphrodite. Hier soll der griechischen Mythologie folgend die Göttin der Liebe und Schönheit dem Schaum des Meeres entstiegen sein. Aber auch ganz ohne diesen mythologischen Hintergrund kann man diesen Strand mit seinen charakteristischen Felsen als einen der schönsten im ganzen Mittelmeerraum bezeichnen.

Weiter ging es nach Paphos. Hier schlenderten wir durch das Hafenviertel und besichtigten die alte Festung an der Hafeneinfahrt. Als romantische Verabschiedung von 2014 schenkte uns dort der Himmel noch einen besonders schönen Sonnenuntergang.

 

Den Neujahrstag verbummelten wir in der Altstadt von Limassol und besichtigten das Hafenviertel. Am Abend gönnten wir uns in unserem Urlaubs-Stammlokal dem Beach-Restaurant  in Limassol die zypriotische Nationalspeise "Meze". Bestehend aus vielen kleinen Portionen der leckeren Gerichte die die heimische Küche bietet kann man auf diese Art und Weise den Abend genußreich verbringen.

 

Unseren achten Tag auf Zypern besuchten wir die Ausgrabungen von Choirokoitia. Zum Weltkulturerbe gehörend zeigen diese Ausgrabungen eine der ältesten Besiedlungsspuren Zyperns, welche bis ins 7. Jahrtausend v. Chr. zurück reichen und gehören zu den wichtigsten prähistorischen Stätten im gesamten östlichen Mittelmeerraum.

Den Nachmittag ging es noch einmal zu einer Wanderung um einen See ins Gebirge und wir machten noch einen Abstecher ins kleine Dorf Vasa, welches ebenfalls zu den klassischen "Weindörfern" zählt.

 

Den neunten Tag wurde einfach mal nur gefaulenzt und entspannt :-)

 

... um dann am letzten Tag auf der Insel noch ein absolutes Highlight zu bestaunen: die Königsgräber von Nea-Paphos. Aus Ptolemäischer Zeit stammend hat dieses Herrschergeschlecht zahlreiche Bestattungsriten aus Ägypten übernommen und auch auf Zypern kurzzeitig etabliert, was diese beeindruckende Nekropole belegt.

Auf dem Rückweg wurde noch der Salzsee von Akrotiri besucht - eine Brutstätte für tausende Pelikane und Flamingos. Eine kleine Anekdote zum Abschluß:

Obwohl auf der asiatischen Insel Zypern gelegen beansprucht Akrotiri dennoch für sich zumindest die vom politischen Europa südlichste Ortschaft zu sein.