Polen

Kolobrzeg, das ehemalige Kolberg hat eine lange wechselhafte Geschichte hinter sich.

Im 9. Jahrhundert wurde die Stadt gegründet, war ab dem 10. Jahrhundert Bischofssitz (in dieser Zeit wurde der Dom erbaut), Hansestadt von Gründung des Städtebundes an und wurde im dreißigjährigen Krieg von den Schweden besetzt. Nach dem Wesfälischen Frieden wurde die Stadt Preußen zugeschlagen.

 

Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt von den Russen belagert und erst nach 2 Jahren eingenommen. Während der Napoleonischen Kriege wurde die Stadt 1807 durch französische Truppen lange belagert, jedoch nicht eingenommen.

 

Das alte Rathaus wurde 1829 - 1832 nach den Plänen des großen Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel errichtet und ist heute noch neben dem Leuchtturm das Wahrzeichen der Stadt.

 

Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde die Stadt fast vollständig zerstört, zur Erinnerung daran wurde direkt an der Küste ein Denkmal errichtet. Seit 1975 werden die alten historischen Gebäude restauriert und man bekommt an manchen Stellen der Stadt einen Einblick wie prachtvoll sie einst gewesen sein muss.

 

Neben den alten Backsteingebäuden und historischen Bauwerken in der Stadt lohnt sich ein Bummel durch den Hafen. Beim Besuch im kalten Januar 2012 konnte ich die mit dickem Eis überzogenen Schiffe sehen, die vom Fang in den Hafen zurückkehrten. Hier werden die frisch gefangenen Fische noch direkt am Hafen in kleinen Ständen abverkauft und in den zahlreichen Restaurants gleich frisch serviert.

 

Natürlich darf eine Schifffahrt auf die offene Ostsee bei einem Besuch dort an der Küste nicht fehlen - an Bord gibt es die dafür notwendigen heißen Getränke für diesen Ausflug.

 

Der Leuchtturm ist eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt und kann gegen einen geringen Obulus bestiegen werden aber auch beim abendlichen Strandspaziergang im Licht des Sonnenuntergangs gibt er ein beeindruckendes Bild ab.