Madeira

Gemafreie Musik von musicfox

Die traumhafte Blumeninsel mitten im Atlantik.

 

Aber nicht nur für die Blumenpracht ist Madeira bekannt. Der Lorbeerwald im Inselinneren wurde 1999 auf Grund seiner Einzigartigkeit  von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Die Vegetation im Lorbeerwald (Laurissilva) entstand bereits im Tertiär (vor 2,6 Mio. Jahren) und starb im Laufe der Eiszeiten bis auf wenige Orte aus. Nur hier gedeihen noch spezielle Pflanzen- und Tierarten, die ansonsten vom Antlitz der Erde längst verschwunden sind. Die Wanderung durch den Lorbeerwald führt entlang der Levadas, kleine, seit dem 15. Jahrhundert in den Stein gehauene Wasserkanäle, die das Regenwasser vom niederschlagsreichen Norden in den trockeneren Süden abfließen lassen. Man schätzt die Gesamtlänge der Levadas auf bis zu 5000 km!

Das Ziel der Wanderung ist das Naturschutzgebiet Rabacal zum Tal der 25 Quellen. Hier ergießen sich aus 25 Quellen an den Bergen ebensoviele kleine Wasserfälle in einen See im Talkessel. Beeindruckend!

 

Eine weitere atemberaubende Ganztageswanderung führt über die drei höchsten Gipfel der Insel. Vom Ausgangspunkt zum ersten Gipfel dem Pico de Arieiro auf 1818 Meter führt ein leicht ansteigender Pfad, der mühelos zu bewältigen ist. Das nächste Teilstück fordert schon wesentlich mehr vom Wanderer: Am Pico do Gato führt ein stockdunkler Tunnel durch die Felsenspitze, in der es durch die Hohe Luftfeuchtigkeit ständig tropft - Rutschgefahr! Der zweithöchste Berg der Insel, der Pico das Torres ist nun in Sicht aber nur über unzählige kleine in den Fels geschlagene Treppenstufen mit dazwischenliegenden Höhenunterschieden von 350 Metern erreichbar, zudem pfeifft meist ein recht kräftiger Wind hier oben. Schwindelfrei sollte man auf dem nächsten Teilstück sein, denn hier fällt die Bergwand an vielen Stellen steil um mehrere hundert Meter ab in die Tiefe. Der Weg mit zum teil recht hohen Stufen ist an manchen Stellen mit Geröll übersät. Auf den dann erreichten 1851 Höhenmetern hat man jedoch eine phantastische Aussicht. In weiteren 2 Kilometern die wiederum reichlich Höhenunterschiede aufweisen erwartet uns die Ruivo Berghütte, die für den späteren Abstieg eine Erfrischung verspricht. Von hier aus sind es noch 100 Höhenmeter auf den Pico Ruivo, den höchsten Berg der Insel und den dritthöchsten Berg Portugals. Belohnt wird man mit einem herrlichen Blick über die Insel, den Atlantik rundum um bei klaren Wetter ist die Nachbarinsel Porto Santo sichtbar.

 

Eine für Madeira untypische aber grandiose Wanderung ist der Weg zur östlichsten Spitze der Insel, der Ponta de Sao Lourenco. Von Canical aus knapp 8 Kilometer einfache Strecke, die es an einigen Stellen in sich haben. Hier zeigt die Insel Ihren rauhen vulkanischen Ursprung. Die Landschaft wird trocken, die Vegetation nimmt je weiter man geht immer mehr ab und man bekommt einen Eindruck wie es auf den Ilhas Desertas aussieht.Die grandiosen Farben und Muster in den Felsen lassen erahnen welch aufregende geologische Geschichte die Insel in der Vergangenheit gehabt haben muss.

 

Auch wenn Madeira ein Traumziel für Wanderer ist, es gibt noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten.

Die Küste bei Porto Moniz mit den Bizarren Felsen im Meer, Santana mit den kleinen traditionellen madeirensischen Häusern, die Innenstadt von Funchal mit den Markthallen, der Botanische Garten oder die Gärten in Monte. Ein absolutes Muss ist das zweithöchste Steilkap der Welt: einen Blick vom Cabo Girao 580 Meter in die Tiefe muss man erlebt haben!

Wundervolle Orte zum Entspannen, Staunen und Genießen.