Comer See

Ein paar wunderschöne Tag in den italienischen Alpen, zwischen Comer und Luganer See, mit Naturschönheiten, kulturellen Highlights und natürlich der hervorragenden italienischen Küche.

Wir verbrachten eine sehr schöne Zeit im Valle d`Intelvi, in den Bergen zwischen dem Luganer und Comer See und hatten somit die Möglichkeit uns das schönste aus dem reichhaltigen Angebot der Region herauszusuchen, Berge, Seen, kulturelle und kulinarische Leckerbissen - alles für einen perfekten Urlaub angerichtet!

 

Die Altstadt von Como ist wunderschön: prächtige Palazzi neben romanischen, gotischen und barocken Kirchenbauten - allein der Dom zu Como ist den Abstecher in diese Stadt wert. Besonders möchte ich den Volta-Tempel hervorheben - ein Museum und Gedenkstätte für den großen Wissenschaftler, traumhaft am See gelegen. Wem der Sinn nach Einkauf steht wird natürlich auch fündig, es sind zahlreiche (Edel-) Boutiquen vor Ort.

 

Ein Muss für jeden Besucher des Comer Sees ist "La Funivia" die Seilbahn von Argegno nach Pigra, die auf einer Länge von nur 1132 Meter in viereinhalb Minuten über 650 Höhenmeter steigt - in entsprechend steilem Winkel. Oben angekommen erwartet den Besucher ein gigantischer Blick auf den See.

 

Ein weiteres Highlight ist die Isola Comacina, die einzige Insel im Comer See. Heute ist sie unbewohnt, früher jedoch war hier eine kleine Stadt angesiedelt die im Mittelalter während des Krieges Mailand (verbündet mit dem Papst) und Como (kaisertreu) zerstört wurde. Die Legende sagt, dass der damalige Papst die Insel verflucht hätte, auf dass sie nie mehr besiedelt werde. Der Wirt des auf der Insel befindlichen Ausfluglokals ist sich jedoch sicher, dass ein Gläschen seines Selbstgebrannten den Fluch besiegen würde.

 

Den Besuch von Bellagio unternahmen wir ebenfalls per Bootstour, was deutlich schneller ist, als mit dem PKW um den halben See zu fahren. Die Preise für die Bootstickets auf dem Comer See sind moderat und daher freuten wir uns auf die entspannte Tour. Bellagio hat eine bezaubernde Uferpromenade und die Altstadt ist absolut sehenswert. Die typischen farbenfrohe Häuser die verwinkelt zueinander stehen und nur wenig Platz für die schmalen Gassen und kleinen Plätze lassen, auf welchen die Tische der Cafes und Restaurants stehen verleihen dem Ort einen wunderbaren Flair.

 

Zwei Abstecher zum Luganer See unternahmen wir ebenfalls. Auf die Schweizer Seite des Sees befindet sich in Morcote der Parco Scherrer, wo ein reicher Geschäftsmann im vorletzten Jahrhundert einen wundervollen Garten anlegen ließ. Als Liebhaber antiker Geschichte ließ er in diesen dann Abbilder von Ägyptischen, Römischen, Griechischen Tempeln usw. errichten welche jeder für sich einen wundervollen Blick auf den Luganer See bietet. Dies gepaart mit vielen exotischen Pflanzen aus den jeweiligen Regionen verleihen diesem Park einen einzigartigen Flair.

 

Die italienische Seite des Sees ist weniger dicht besiedelt und auch nicht so stark touristisch erschlossen, was jedoch zur Folge hat, dass man hier wirklich in entspannter Atmosphäre durch die Gassen schlendern kann. Auch sind die Preise deutlich günstiger als in Bellagio oder Lugano. In Porlezza verbrachten wir unseren letzten Urlaubstag, sahen den Malern zu, die am Ufer des Sees ihre Bilder malten, ausstellten und verkauften, genossen leckeres Gelatti in der Altstadt und fanden viele reizvolle Winkel und Ecken die erkundet werden wollten.

 

Der letzte Höhepunkt unseres Urlaubs war der Besuch der Grotte di Rescia, ebenfalls am Luganer See gelegen. HIer hat das Wasser eines 88 Meter hoher Wasserfalls über Jahrtausende ein Höhlensystem in den Kalkstein gegraben, in dem sich allerlei Tropfsteine und andere geologische Formationen bilden konnten. Am Ende dieser Höhlentour wartet dann der Wasserfall in einem kleinen Talkessel auf den Besucher - ein wirklich spektakulärer Anblick.