Teneriffa

Teneriffa gehört wohl zu den vielseitigsten Reisezielen.

Die wunderbare Kanareninsel bietet neben den Stränden unwahrscheinlich viel Abwechslung.

 

Die Pyramiden von Güimar, die von Thor Heyerdahl ausgegraben wurden, waren mein erstes Ziel in diesem Urlaub. Neben den sechs noch erhaltenen Pyramiden gibt es dort auch eine Ausstellung über die Reisen von Heyerdahl und einen wunderschönen Garten voller giftiger Pflanzen zu bestaunen. Auf der weiteren Fahrt an diesem Tag bewunderte ich in Candelaria die überlebensgroßen Statuen der neun bekanntensten Könige der Guanchen - den Ureinwohnern der Kanaren, die von den Spaniern im Zuge der Eroberung der Inseln fast ausgerottet wurden.

 

Den zweiten Tag auf der Insel verbrachte ich mit einer vierstündigen Erkundungstour durch die Gesteinswüste in der Caldera de las Cañadas am Fuße des Teide auf ca. 2500 Metern Höhe. Die dortigen bizarren Gesteinsformationen und der Ausblick über die Caldera eines uralten Vulkans, wenn man dort am Rande des Kraters steht, sind atemberaubend!

 

Am dritten Tag ging es wieder in die Berge Richtung Masca ins Teno-Gebirge. Auf dem Weg dorthin durchquert man faszinierende Vulkanlandschaften zwischen denen üppig grüne Kieferwälder gedeihen. Der Weg nach Masca ist aufgrund der unzähligen Serpentinen und sehr steilen Strecke faszinierend, jedoch auch sehr gefährlich, was mir der Rettungshubschrauber andeutete, der über der Schlucht kreiste als ich dort den Berg hinabfuhr. Der Ausblick dort - zuerst oben auf den Gipfeln ins Tal und auch aus dem Tal auf die Berge jedoch entschädigen für die Mühen! Über Buenavista de Norte führte mich mein Weg anschließend weiter nach Garachico, einer schönen kleinen Stadt mit wunderschöner Altstadt, einem spanischen Kastell aus dem 16. Jahrhundert im Hafen und an der Hafenmole die Skulptur "Tensei Tenmoku" des japanischen Künstlers Kan Yasuda die Fotographen zu Spielereien mit den verschiedenen Perspektiven einlädt.

 

Der vierte Tag meiner Reise führte mich nach "Los Gigantes" der Ortschaft mit den gleichnamigen Steilklippen, welche aus 450 Metern Höhe fast senkrecht ins Meer abfallen.

Hier bestieg ich ein Speedboat welches unsere Gruppe von 10 Leuten auf den Atlantik brachte, wo wir die Gelegenheit hatten eine Gruppe von 6 Pilotwalen, 4 ausgewachsene und 2 sehr junge Tiere aus nächster Nähe zu beobachten - eine wunderschöne Erfahrung diese anmutigen Tiere so Nah erleben zu dürfen.

 

Der nächste Tag führte mich auf den Teide, den mit  3718 Metern höchsten Berg Spaniens. Von der "Talstation" auf 2356 m fährt eine Seilbahn in wenigen Minuten bis auf 3555 Meter Höhe. Es empfiehlt sich, die Tickets für die Fahrt im Voraus online zu reservieren, ansonsten muss man mit sehr langen Wartezeiten an der Seilbahn rechnen. Oben angekommen führen herrliche Wanderwege um den Gipfel, welche bei klaren Wetter einen Blick bis weit über die Nachbarinseln Teneriffas ermöglichen, und natürlich auch über die wunderschönen Landschaften der Insel selbst und den Nebengipfel Pico Viejo mit seinen 3106 Höhenmetern.

 

Nach einem Tag auf dem Vulkan war ich natürlich auch auf die "Unterwelt" Teneriffas neugierig. Also begab ich mich auf den Weg in die  "Cueva del Viento", Europas längste Lavahöhle, mit bislang 18,5 km langen, miteinander verbundenen Gängen. Geologen vermuten, dass sich noch weitere Gänge dort unten befinden. Ein Teil dieser Gänge öffentlich zugänglich, jedoch ohne Beleuchtung oder "Infrastruktur" da die Höhle unter strengstem Naturschutz steht, da hier 5 endemische Tierarten entdeckt wurden, die es einzig nur in diesem Höhlensystem gibt. Daher ist die Zahl der täglich eingelassenen Besucher sehr streng limitiert und man sollte bereits Wochen im voraus buchen, um einen Platz in einer der Führungen zu bekommen.

 

Schon am letzten Tag meines Besuchs auf Teneriffa war mir klar, dass es noch so viel zu sehen und staunen gibt, dass ich unbedingt wiederkommen muss!

Aber sehen Sie selbst auf den Bildern.....

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