Reutte

2008 wurde der Übergang ins Jahr 2009 im schönen Österreich gefeiert.

 

Dieser Kurzurlaub stand ganz unter dem Motto "König Ludwig", da Reutte direkt an der Grenze zu Bayern liegt und die Königsschlösser Linderhof, Neuschwanstein und Hohenschwangau in kürzester Zeit zu erreichen sind, nutzen wir diese Gelegenheit natürlich um die drei Schlösser zu besuchen. Auch unsere Silvesterfeier folgte den Spuren des Märchenkönigs. Im Gutshof zum Schluxn wurde der Übergang ins Jahr 2009 mit einem festlichen Acht-Gänge-Menü gefeiert. In diesem Gasthof hatte der Monarch zu seiner Zeit sein eigenes Zimmer welches er auf dem Weg in sein Jagdrevier nutzte.

 

Aber auch die Sehenswürdigkeiten auf der österreichischen Seite der Grenze durften nicht zu kurz kommen.

Da Reutte an der alten Via Claudia liegt - der Römerstraße von Rom nach Augusta Vindelicorum (Augsburg) - gab es dort schon seit über 2000 Jahren entsprechende Befestigungen. im 12. Jahrhundert errichteten die Staufer dort die Burg Ehrenberg, welche die Handeslroute zwischen den Städten Norditaliens und Bayern sichern sollte. Diese wurde später die wichtigste Zollstation für die Tiroler Grafen und es kam mit den Bischöfen von Augsburg oft zu kriegerischen Auseinandersetzungen, da diese die lukrative Einnahmequelle gern in Besitz genommen hätten.

Da der Weg auf den Berg zur Ruine wegen der Witterung gesperrt war, mussten wir mit dem Besucherzentrum und Museum der Burg vorlieb nehmen, was sich dann allerdings auch als sehr interessant erwies.

 

Die Bergwelt des Umlandes genossen wir bei einer Wanderung auf dem Tauernberg südlich von Reutte bei strahlendem Sonnenschein.

 

Der sagenumwobene "Blutsee" (Alatsee) musste natürlich ebenfalls erkundet werden. Dieser See färbt sich in Zeiten großer Hitze blutrot wenn sich die darin vorkommenden purpurfarbenen Schwefelbakterien überdurchschnittlich vermehren. Dieses Ereignis veranlasste bereits die Kelten in vorchristlicher Zeit eine Kultstätte in der Nähe des Sees zu errichten. Auf den Wanderwegen um den See kann man mehrfach die grüne Grenze zwischen Bayern und Tirol queren, wegwegen dieses Gebiet früher auch ein Paradies für Schmuggler war.

 

Ganz ohne Schmugglerware aber voller guter Erinnerungen ging es dann nach sieben Tagen wirder zurück.