Zitate

Große Worte großer Persönlichkeiten - als kleine Anregung zum Nachdenken, Weiterdenken, Weitergeben!

Ich bin, meine Herren, das wissen Sie alle, ein entschiedener Gegner dieses Systems, ich bekämpfe es mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln und kann nicht anders ein Heil für das Volk selbst erblicken, als bis dieses System in Gerund und Boden zerschlagen und zertrümmert ist.

„Arbeiterkaiser“ August Bebel, 1869

 

"Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde wie viel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: "Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört."

Jean-Jaques Rousseau(1712-1778), französischer Philosoph und Aufklärer

 

„Die Arbeit ist also eine Ware, die ihr Besitzer, der Lohnarbeiter, an das Kapital verkauft. Warum verkauft er sie? Um zu leben.“

Karl Marx, (1818 - 1883), deutscher Philosoph, Sozialökonom

 

"Arbeitet, arbeitet, Proletarier, vermehrt den gesellschaftlichen Reichtum und damit euer persönliches Elend. Arbeitet, arbeitet, um, immer ärmer geworden, noch mehr Ursache zu haben, zu arbeiten und elend zu sein. Das ist das unerbittliche Gesetz der kapitalistischen Produktion."

Paul Lafargue (1842-1911), französischer Arzt und Essayist

 

"Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?"
Bertold Brecht (1898-1956), Dramatiker und Lyriker

 

„Früher hieß es: die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen; jetzt aber: die kleinen Diebe hängt man, den großen läuft man nach.“
Daniel Spitzer (1862-95), östr. Feuilletonist

 

„Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.“
John Maynard Keynes (1883-1946), britischer Ökonom, Mathematiker und Politiker

 

„Es herrscht Klassenkampf, meine Klasse gewinnt, aber das sollte sie nicht“

Warren Buffett (*1930), Kapitalist & Spekulant, drittreichster Mensch der Welt (geschätzte 44 Mrd. $)

 

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.

Henry Ford (1863-1947), Gründer des Automobilherstellers, Publizist und Antisemit

 

„Wir brauchen Glasnost für den Kapitalismus - auch und gerade für den Kapitalismus."

Alfred Herrhausen (1930-1989), NS-Ausleseschüler der Reischsschule NSdAP Feldafing, Mitglied der „schlagenden Verbindung Hansea“, Bankmanager und Vorstandssprecher der Deutschen Bank

 

"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen."

Jean Jaurès (1859-1914), französischer Historiker

 

„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen."

Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Sozialphilosoph

 

"Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stecken, einem das Brot entziehen, einem von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Selbstmord treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges ist in unserem Staat verboten."

Bertold Brecht (1898-1956) Dramatiker und Lyriker

 

Wir leben ja in einer Demokratie und sind auch froh darüber. Das ist eine parlamentarische Demokratie. Deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments. Insofern werden wir Wege finden, die parlamentarische Mitbestimmung so zu gestalten, dass sie trotzdem auch marktkonform ist, also dass sich auf den Märkten die entsprechenden Signale ergeben."

Angela Merkel,(*1954), Marktkonforme Demokratin, ehedem FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda, aktuell CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin

 

„Die politische Freiheit hat das Volk nicht vor sozialer Ungerechtigkeit bewahrt.“

Rosa Luxemburg, (1870 - 1919), deutsche Politikerin

 

“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter.”

Jean-Claude Juncker (*1954), „marktwirtschaftlich-konservativer“ Premierminister Luxemburgs und Vorsitzender der Euro Gruppe

 

„Es mag Zeiten geben, da wir gegen Ungerechtigkeiten machtlos sind, aber wir dürfen nie versäumen, dagegen zu protestieren.“
Elie Wiesel (*1928), Friedensnobelpreistäger 1986

 

"Die Frage ist Sozialismus oder Kapitalismus. Ich bin für den Sozialismus weil ich für Humanität bin. Wir haben lang genug den Fluch der Herrschaft des Goldes ertragen"

Eugene Victor Debs (1855-1926) U.S. amerikanischer Politiker

 

"Ich bin davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt, dieses Übel (den Kapitalismus) loszuwerden, nämlich den, ein sozialistisches Wirtschaftssystem zu etablieren, begleitet von einem Bildungssystem, das sich an sozialen Zielsetzungen orientiert. In solch einer Wirtschaft gehören die Produktionsmittel der Gesellschaft selbst und ihr Gebrauch wird geplant."

Albert Einstein (1879-1955), Nobelpreisträger für Physik 1921

 

„Beim heutigen Stand der Dinge ist eben doch der Sozialismus die einzige Lehre, die an den Grundlagen unserer falschen Gesellschaft und Lebensweise ernstlich Kritik übt.“

Hermann Hesse (1867-1962), Nobelpreisträger für Literatur 1946

 

"Je demokratischer, desto linker"

Peter von Oertzen (1924-2008) Politologe, niedersächsischer Kultusminister 1970-74

 

„Zwischen dem Starken und dem Schwachen, zwischen dem Reichen und dem Armen, zwischen dem Herrn und dem Diener ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.“

Lacordaire, 1848 Mitglied der französischen konstituierenden Nationalversammlung, ab 1850 Provinzial des Dominikanerordens Frankreichs

 

 

Weitere Zitate von August Bebel:

Wo ein reicher Nichtstuer entstehen soll, müssen hundert fleißige Menschen arm sein. Nur die Armut schafft den Reichtum, Kapital ist konzentrierter Arbeiterschweiß. Millionäre züchtet man nicht bloß durch Sklaverei im heißen Afrika, man züchtet sie auch mit Hilfe weißer Sklaven im gemütlichen Deutschland.

 

Ein Mahnwort an die arbeitenden Klassen!, 1889, Ausgewählte Reden und Schriften, Hrsg. Horst Barthel u.a., Bd. 2/1, S. 539

 

 

 

Unser Parteiprogramm verlangt, daß wir gegen jedes Unrecht und jede Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Rasse oder eine Klasse oder Nationalität oder Religionsgemeinschaft, aufzutreten und Unrecht und Unterdrückung zu bekämpfen haben.

 

Rede im Deutschen Reichstag, 7.6.1902, Ausgewählte Reden und Schriften, Hrsg. Horst Barthel u.a., Bd. 7/1, Saur, München 1997, S. 245

 

 

 

An Stelle der Privatindustrie, an Stelle der wilden, unorganisierten Produktionsweise – die uns die gegenwärtige Krise auf den Hals gebracht hat – soll eine sozialistisch, das heißt gesellschaftlich organisierte Produktionsweise treten, wo einer für alle und alle für einen einstehen.(…)
Nach unserer Auffassung hat die Gesellschaft die Pflicht, sich so zu organisieren, daß für das Wohl aller ihrer Mitglieder gleichmäßig gesorgt ist, daß jedes ihrer Mitglieder in immer höherem Grade an den Errungenschaften der Kultur und Zivilisation auf allen Gebieten des menschlichen Lebens teilnehmen kann.

 

Rede auf der Volksversammlung in Leipzig, 10.3.1876, Ausgewählte Reden und Schriften, Hrsg. Horst Barthel u.a., Bd. 1, S. 331

 

 

 

So lange ich atmen und schreiben und sprechen kann, soll es nicht anders werden. Ich will der Todfeind dieser bürgerlichen Gesellschaft und dieser Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben und sie, wenn ich kann, beseitigen.

 

Rede auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei 1903, Dresden, 17.9.1903, Ausgewählte Reden und Schriften, Hrsg. Horst Barthel u.a., Bd. 7/2, Saur, München 1997, S. 490

 

 

 

Der Kapitalist fragt nicht, ob die Arbeiter, die er ausbeutet, deutsch oder schwedisch, englisch oder französisch sprechen, weiße oder schwarze oder gelbe Hautfarbe besitzen. Gegen diese »internationale« Ausbeutung der Arbeiter gibt es nur ein Mittel: die internationale Verbrüderung der Ausgebeuteten.

 

Erklärung im Leipziger Hochverratsprozeß, 15.3.1872, Ausgewählte Reden und Schriften, Hrsg. Horst Barthel u.a., Bd. 1, S. 191